Versicherung & Risiken
Wer zahlt nach einer Falschbetankung?
Für Versicherer ist eine Falschbetankung meist ein Bedienfehler. Was erstattet wird, steht im Vertrag — nicht in der Situation an der Zapfsäule. Die folgenden Antworten geben unsere Erfahrung wieder und ersetzen keine Rechtsberatung.
Zuerst das Praktische: Motor aus lassen. Ein Startversuch kann den Aufwand vergrößern — das gilt für die Arbeit am Fahrzeug wie für das Gespräch mit dem Versicherer.
Erstattet die Kfz-Versicherung die Kosten für das Abpumpen?
Das Abpumpen zählt als Pannenhilfe. Ob Ihr Versicherer sie erstattet, hängt vom Vertrag ab: Einige Schutzbriefe und Kaskotarife nehmen die Falschbetankung mit hinein, andere schließen sie aus. Fragen Sie nach und legen Sie Tankbeleg und unsere Rechnung dazu.
Und wenn durch die Falschbetankung etwas am Motor kaputtgegangen ist?
Versicherer stufen eine Falschbetankung meist als Bedienfehler ein, nicht als Unfall. Die Teilkasko greift daher in der Regel nicht; bei der Vollkasko entscheidet der Tarif, denn manche Verträge schließen Bedienfehler ein, viele nicht. Ausschlaggebend ist der Wortlaut Ihres Vertrags.
Was gilt für Mietwagen und Dienstfahrzeuge?
Beim Mietwagen bleibt die Falschbetankung nach den üblichen Mietbedingungen beim Mieter, oft zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr des Vermieters. Beim Dienstwagen steht in der Überlassungsvereinbarung, wer zahlt. In beiden Fällen gilt: Bleibt der Motor aus, bleibt es nach unserer Erfahrung meist beim Abpumpen.
Weshalb stufen Sie AdBlue im Dieseltank als „Höchste Vorsicht geboten“ ein?
AdBlue ist kein Kraftstoff, sondern eine Harnstofflösung auf Wasserbasis. Gerät sie in Pumpe und Einspritzung, kann sie dort Schaden anrichten. Deshalb: Zündung aus, nicht starten, anrufen.
Unsere Rechnung weist Leistung, Fahrzeugdaten und Umsatzsteuer getrennt aus, damit Sie sie beim Versicherer, beim Vermieter oder im Betrieb einreichen können.
Notruf Berlin
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