Falsch getankt Service – Berlin & Brandenburg 0174 9195555

Einsatzbeispiele

Vier Einsatzbeispiele: So geht eine Fehlbetankung in Berlin meistens aus

Falsch getankt? Keine Panik. Oft lässt sich die Situation gut lösen, entscheidend ist, jetzt richtig zu handeln. An der Zapfsäule fühlt sich eine Fehlbetankung nach Motorschaden an. In den allermeisten Fällen ist sie das nicht. Hier beschreiben wir vier Verläufe, wie sie bei uns in Berlin typisch sind: ein Transporter, der noch an der Säule steht, ein SUV, der schon zu Hause angekommen ist, ein Kastenwagen mit AdBlue im Dieseltank und ein Kleinwagen mit Diesel aus dem Kanister. Nach unserer praktischen Erfahrung geht es in den meisten Fällen glimpflich aus, vor allem, wenn der Motor aus bleibt.

Unser Einsatzfahrzeug bei Nacht am Straßenrand, Laternenlicht auf nassem Lack
Foto aus einem unserer Einsätze

Vorab: Beispiele, keine Einzelberichte

Die vier Fälle sind typische Abläufe, zusammengestellt aus dem, was wir bei Fehlbetankungen in Berlin und Brandenburg immer wieder erleben. Fahrzeugtyp, Stadtteil und Verlauf sind beispielhaft gewählt und stehen für keinen bestimmten Kunden. Geschildert wird, was wir in so einer Lage üblicherweise tun und wie sie in der Regel endet.

Was wir nicht versprechen: ein Ergebnis. Ob bereits ein Schaden entstanden ist, hängt vom Fahrzeug, vom Kraftstoff, von der Menge und davon ab, ob der Motor gelaufen ist. Dazu sagen wir Ihnen am Telefon offen, was wir erwarten, und nennen den Preis, bevor unser Einsatzfahrzeug losfährt.

Beispiel 1: VW Transporter in Spandau, Benzin statt Diesel, Motor aus

Die Lage: Ein Handwerker betankt seinen VW Transporter an einer Tankstelle in Spandau. Erst der Kassenbon zeigt es: Super statt Diesel, rund 50 Liter. Der Bus steht noch an der Säule, der Motor ist seit dem Tanken aus, und er versucht es gar nicht erst. Stattdessen ruft er an und spricht mit dem Tankstellenpersonal, damit der Wagen ein paar Meter zur Seite geschoben werden kann.

So gehen wir vor: Am Telefon nennen wir den Preis und fragen, ob die Zündung seit dem Tanken an war. Vor Ort pumpen wir den Tank leer, geben etwas Diesel hinein, spülen und pumpen erneut ab. Dann kommen einige Liter Diesel in den Tank, den Rest tankt der Fahrer an der Säule nach.

Das Ergebnis in so einem Fall: Der Transporter startet, läuft ruhig, und der Handwerker fährt zu seiner Baustelle weiter. Kein Abschleppen, keine Werkstatt, kein Ausfalltag. Dass der Motor aus blieb, hat den Unterschied gemacht.

Beispiel 2: VW Tiguan TDI in Pankow, Super getankt und zwei Kilometer nach Hause

Die Lage: Ein Tiguan 2.0 TDI bekommt in Pankow Super statt Diesel. Der Fahrer bemerkt nichts und fährt die zwei Kilometer nach Hause. Auf dem letzten Stück läuft der Motor unruhig, nimmt kaum noch Gas an und hat keine Leistung mehr. Er stellt den Wagen auf seinem Stellplatz ab, schaltet aus und ruft an, ohne es noch einmal mit Starten zu versuchen.

So gehen wir vor: Der Tank wird abgepumpt. Da der Motor gelaufen ist, steht das Gemisch auch in der Kraftstoffleitung und im Filter. Wir ziehen die Leitung bis zum Filter leer, nehmen den Kraftstofffilter heraus und setzen einen neuen ein, spülen das System mit Diesel und befüllen den Tank. Danach wird gestartet und der Motor läuft, bis er rund dreht.

Das Ergebnis in so einem Fall: Der Tiguan läuft nach dem Spülen wieder sauber, der Fahrer ist am nächsten Morgen normal unterwegs. Zwei Kilometer sind also kein Todesurteil für den Motor. Ehrlich dazu: Bei Dieseln mit Hochdruckeinspritzung lässt sich ein Schaden an Pumpe oder Injektoren von außen nicht ausschließen. Bleibt der Lauf nach ein paar Tagen unruhig, gehört die Einspritzung in eine Werkstatt. Wer bis zum Stillstand weitergefahren ist, muss mit genau dieser Werkstatt rechnen.

Beispiel 3: Citroën Jumper in Köpenick, AdBlue im Dieseltank

Die Lage: Der Fahrer eines Jumper-Kastenwagens will in Köpenick AdBlue nachfüllen. Unter der Tankklappe liegen beide Stutzen nebeneinander, und der Kanister landet am Dieselstutzen. Er merkt es nach ein paar Litern, lässt Motor und Zündung aus und ruft an. AdBlue im Dieseltank ist der Fall, der uns bei Transportern und Wohnmobilen am häufigsten begegnet.

So gehen wir vor: AdBlue ist eine Harnstofflösung, kein Kraftstoff. Sie schmiert nicht und kristallisiert beim Trocknen, deshalb hilft Verdünnen nicht. Wir pumpen den Tank leer, spülen mit Diesel, pumpen wieder ab, und das so oft, bis nichts mehr von der Lösung im Tank ist. Vorsichtshalber prüfen wir die Leitung vor dem Filter, weil die Tankpumpe bei manchen Fahrzeugen schon beim Einschalten der Zündung kurz anläuft, und den Kraftstofffilter, auch wenn nicht gestartet wurde. Dann wird mit Diesel befüllt.

Das Ergebnis in so einem Fall: Der Jumper startet und fährt. Der Einsatz dauert länger als bei Benzin im Diesel und liegt im oberen Teil unserer Preisspanne, aber er endet ohne Werkstatt. Anders wäre es nach einem Motorstart: Dann werden Hochdruckpumpe und Injektoren in aller Regel getauscht, nicht gereinigt.

Beispiel 4: Opel Corsa in Charlottenburg, Diesel aus dem Kanister im Benziner

Die Lage: Ein Corsa-Fahrer in Charlottenburg füllt aus einem Reservekanister nach, der nicht beschriftet war. Es war Diesel. Er merkt es am Geruch und am öligen Film am Stutzen, startet nicht und ruft an. Diesel im Benziner ist die harmlosere Verwechslung: Er zündet im Ottomotor kaum, würde Kerzen verrußen und den Motor stottern lassen, greift aber keine Hochdruckpumpe an.

So gehen wir vor: Tank leerpumpen, mit etwas Benzin spülen, abpumpen, ein paar Liter Benzin hinein. Weil nicht gestartet wurde, bleiben Leitung und Filter unberührt. Bei einem Kleinwagen ist das zügig erledigt.

Das Ergebnis in so einem Fall: Der Corsa springt sofort an, und der Fahrer tankt an der nächsten Säule voll. Auch wenige Liter Diesel gehören heraus; mit Auffüllen und Hoffen wird daraus schnell ein stotternder Motor und ein verrußter Katalysator.

Was aus den vier Fällen zu lernen ist

Alle vier haben das Gleiche richtig gemacht: Motor aus, nicht noch einmal starten, anrufen. Den Rest bringt unser Einsatzfahrzeug mit: eine Pumpe für brennbare Flüssigkeiten, Auffangbehälter, Diesel und Benzin zum Spülen, Ersatzfilter für gängige Fahrzeuge. Der abgepumpte Kraftstoff geht über einen zugelassenen Betrieb in die Entsorgung.

Ein Einsatz wie in diesen Beispielen kostet je nach Aufwand, Menge und Anfahrt meist zwischen 200 und 500 Euro, Umsatzsteuer enthalten; den genauen Preis nennen wir am Telefon, bevor wir losfahren. Bezahlt wird vor Ort, auch mit EC-Karte, mit Rechnung für Versicherung oder Arbeitgeber. Wir haben ein Einsatzfahrzeug und fahren Berlin und das Brandenburger Umland, rund um die Uhr.

Zur Einordnung

Die dargestellten Informationen und Einschätzungen beruhen auf unserer praktischen Erfahrung und dienen der allgemeinen Orientierung. Jeder Fall einer Fehlbetankung ist individuell. Art und Umfang möglicher Schäden sowie die notwendigen Maßnahmen hängen vom jeweiligen Fahrzeug und den Umständen der Fehlbetankung ab. Eine Garantie für Schadensfreiheit, dauerhafte Funktionsfähigkeit oder einen bestimmten Reparaturerfolg ist mit diesen allgemeinen Informationen nicht verbunden. Gesetzliche Rechte der Kunden bleiben unberührt.

Kurz zusammengefasst

  • Motor nicht starten, Zündung aus, Schlüssel weglegen. Daran entscheidet sich fast alles.
  • Schon gefahren? Abstellen, nicht erneut starten, anrufen. Nach kurzer Strecke ist meist noch viel zu retten.
  • Benzin im Diesel ohne Start: abpumpen, spülen, befüllen, weiterfahren.
  • Benzin im Diesel nach einer Fahrt: zusätzlich Leitung leeren, Filter ersetzen, mit Diesel spülen.
  • AdBlue im Dieseltank: mehrfach abpumpen und spülen, Leitung vor dem Filter und Filter prüfen, auch ohne Start.
  • Zündung an gewesen, aber nicht gestartet? Sagen Sie es uns am Telefon, dann prüfen wir Leitung und Filter gleich mit.
  • Preis meist 200 bis 500 Euro mit Umsatzsteuer, genau am Telefon vor der Anfahrt. 0174 9195555.

Nachgefragt

Kurz beantwortet

Ist der Motor hin, wenn Benzin statt Diesel im Tank ist?

Nicht, solange er nicht gelaufen ist. Dann liegt das Benzin nur im Tank, und der wird abgepumpt; nach unserer praktischen Erfahrung geht das fast immer gut aus. Gefährlich wird es erst mit laufendem Motor, weil Benzin die Hochdruckpumpe nicht schmiert.

Falsch getankt und schon gefahren, besteht noch Hoffnung?

Oft ja. Nach ein, zwei Kilometern bleibt es meist bei Abpumpen, Leitung leeren, neuem Filter und Spülen, danach läuft der Motor wieder rund, wie in Beispiel 2. Je länger gefahren wurde, desto eher muss eine Werkstatt die Einspritzung prüfen. Ein Ergebnis versprechen können wir nicht, aber wir sagen Ihnen am Telefon ehrlich, was das Abpumpen in Ihrem Fall noch bringt.

Kann man AdBlue aus dem Dieseltank entfernen?

Ja. Bei nicht gestartetem Motor pumpen wir den Tank mehrfach leer, spülen mit Diesel und prüfen Leitung und Filter. Das dauert länger als bei Benzin im Diesel, endet aber meist ohne Werkstatt. Verdünnen hilft nicht, Starten ist tabu.

Muss das Auto nach einer Fehlbetankung in die Werkstatt?

Wenn der Motor nicht gestartet wurde, in aller Regel nicht. Wir arbeiten dort, wo das Fahrzeug steht, und danach geht die Fahrt weiter. Die Werkstatt wird nötig, wenn der Motor länger mit dem falschen Kraftstoff gelaufen ist und Bauteile Schaden genommen haben.

Wie schlimm ist eine Fehlbetankung wirklich?

Meist weniger schlimm, als es an der Säule wirkt. Von harmlos nach ernst: Diesel im Benziner, Benzin im Diesel ohne Start, Benzin im Diesel nach kurzer Fahrt, AdBlue im Diesel. Der erste Schritt ist bei allen derselbe: nicht starten, anrufen.

Was kostet ein Einsatz wie in den Beispielen in Berlin?

Meist zwischen 200 und 500 Euro, Umsatzsteuer enthalten, je nach Aufwand, Menge und Anfahrt. Der Transporter an der Säule liegt im unteren Teil der Spanne, der Kastenwagen mit AdBlue im oberen. Den genauen Preis hören Sie am Telefon, bevor wir losfahren.

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